Leipzig – nordkapp II: wegorze…

Leipzig – nordkapp II: wegorzewo, masuren. 187 km. Kaliningrad no visa? Njet. Wusste ich ja.

http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=664657

100613, Sonntag
Krynica Morska – Wegorzewo/Kal (Masuren)
187.20
08:36
21.72 Durchschnitt
43.34 max
69 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
105 UPM max
13.4 Grad min
19.0 Grad max (Sonneneinstrahlung direkt?)
1129 Höhenmeter
9% Max. Steigung

Musste wieder ein Stück mit der Fähre fahren, sonst wären es an die 50 km Um-/Rückweg gewesen. Auf der Fähre nach Fromnork netter Bootsmann, der gut englisch konnte. Mehrfach mit ihm unterhalten.
Meine Frage, nach dem Visum für Kaliningrad wurde nicht eindeutig beantwortet, wobei es an sich klar im Internet stand.
Da der Umweg nicht so groß ist, fahre ich zur Grenze und Frage. Sehr seltsam dort, verdunkelte Scheiben, man soll den Soldaten nicht sehen, oder was? Auf jeden Fall, kein Visum, kein reinkommen.
Egal, ich wusste es ja an sich. D.h. umfahren.
Heute lief es aber sehr gut. Dank des WIndes, dank des Wetters. Guter Schnitt,
Üernachtung (Zimmer in Kal) ging zwar, war aber in Sorge, daß es schwer wird, weil es so spät war. Klappte dann aber alles. Sogar die beiden Biere. Schon komisch, dass es in so einem kleinen Dorf eine Art Späthi gibt.
Wieso hat eigentlich jedes zweite Auto eine CB-Funk-Antenne?

Wetter: Den ganzen Tag bewölkt. Einmal kurz schache Sonne. Am Ende leichter Regen.
Wind: Auf der Fähre Starkwind. An Land dann aber schwächer und vor allem fas timmer von hinten.
Schmerzen: Die Rechte Schulter/Schlüsseöbein/Bänder machten Mucken. Ging dann aber. Die Grossen Zehen sind am Ende immer taub.

Leipzig – nordkapp II: krynica…

Leipzig – nordkapp II: krynica morska. 90 km. Faehre Hel – Danzig, da ist der halbe tag weg.

http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=664650

100612, Samstag
Hel – Krynica Morska
89.17
04:33
19.57 Durchschnitt
29.75 max
63 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
99 UPM max
15.8 Grad min
39.0 Grad max (Sonneneinstrahlung direkt?)
166 Höhenmeter
4% Max. Steigung

Die Fähre fährt im Sommer jeden Tag, toll wie die Einwohner bescheid wissen. Dauert aber fast 2 h die Fahrt. Dafür dann schönen Blick auf Gdansk und Hafen und so.
Ich wollte eigentlich mit der Fähte gleich weiter nach Kleidertadatsch (Memel), aber die Verbindung wurde eingestellt. Das habe ich im Touri-Büro erfahren. Naja, dann eben über Polen unten um Kaliningrad rum. Hilft ja nix. FM schickte die Info, dass es ‘nur’ 8xx km von Helsinki nach Rovaniemi sind. Das geht ja. Dann sollten es nur noch 4/500 bis Kirkenes sein. Alles halb so wild.
Die Fahrt aus Gdanks heraus war so, wie es immer mit Großstädten ist. Ging aber. Dahinter dann Umweg durch Hochwasser. Krasses Bild.
Dann holt mich ein Holländer ein, der 3 Jahre in Slubice/Frankfurt gelebt hat. Spricht erfekt deutsch und kann sächsisch. Nette 20 km. Er bestätigt nochmal, dass es ohne Visum nichts mit Kaliningrad wird. Er arbeitet für eine Ami-Firma in Gdynia.
Zeltplatz ist ok. Es sind nur noch ein paar km bis Russland/Kaliningrad.
Mit dem Schiff nach Frombork über die Kurische Nehrung (heißt das so) scheint auch gut zu klappen. 08.30 legt es ab.
Erwähnenswert sind die Lastenkräne in Danziger Hafen. Dort stand bei einigendran ‘Minsk Maz’. Ich dachte, die kommen also ausder Ukraine. Nein. Es ist ein Stadt bei Warschau.
Dann geht es rein in den verlassenen polnischen Osten. Mal sehen.
Wenn ich mich recht entsinne, war die Entfernung Gdanks – Tallin über Straße 870 km. Auch mal sehen.

Wetter: Erst sehr schön, dann zieht es zu und wrd kälter. Aber kein Gewitter. Nur leichter Regen.
Wind: Nicht weiter schlimm, wenn auch Gegenwind.
Schmerzen: Am Hals hinten rechts, ich dachte es kommt von Band am Cap.

Leipzig – nordkapp II: Hel, 17…

Leipzig – nordkapp II: Hel, 174 km, mieser radweg R10 ‘bike the baltic’ durch sumpf. Aber schilder sind da. Penner.

http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=664644

100611, Freitag
Ustka – Hel, Halbinsel
174.48
09:35
18.19 Durchschnitt
41.50 max
62 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
116 UPM max
14.2 Grad min
35.2 Grad max
691 Höhenmeter
6% Max. Steigung

Auch der zweite/dritte Versuch mit den Radwegen schlug fehl. Und zwar richtig. Der R10 ‘Ride the Baltic’ ging durch eine Art Sumpf. 2-4 km ein Weg der von tiefen Quergräben durchzogen war. Diese waren teilweise über 1 m breit und bis zu den Achsen tief. Es gab aber
a) Radspuren und
b) Die Schilder R10 waren da!
An einer Stelle musste man über einen 2 m Baumstamm balancieren und das Rad daneben schieben/ziehen. Und das Viehzeug aus Fliegen und Mücken erst. Unvollstellbar welch Depp sich das ausgedacht hat. Für mich steht wieder einmal fest: Globalradwege sind Mist und man kommt nicht voran. Der Schnitt sagt ja alles.
Nicht nur die Karre auch ich sah aus wie Schwein. In einem Slepka, wurde darüber scheinbar geredet. Ich habe nur den Ortsnamen “Kluki” gesagt und alles war klar.
Nebenbei: Mir kam sogar am Ende, als der Sumpf schon vorbei war ein Einheimischer Radler entgegen. D.h. der Weg scheint benutzt zu werden. Landschaftlich natürlich sehr fein.
Begonnen hat es aber mit einem schönen Frühstück an der Ostsee. Es lag Nebel über dem Wasser, trotzdem einige Leute am Strand die sich im Nebel verloren. Auch schön.
Dann der Reinfall mit dem Radweg.
Danach 2 Stunden bei 35 Grad in der Sonne. Dankbar über jede Allee/Baum.
Nun schlug es um, Gewitter naht von hinten mit Starkwind. Es reißt mir die Mütze vom Kopf ins Feld. Glücklicherweise schnell wiedergefunden.
Der Regen geht los und zwar richtig. 2-3 h im Regen fahren. Kleidung ok, aber trotzdem durch. Verwendungvon Rücklicht und der geilen Helmlampe sind von Vorteil.
Kur vor der Halbinsel Hel klart es auf. Zeug trocknet.
Nachdem mir die ganzen Campingplätze nicht so gefallen, fahre ich bis zum Ende nach Hel.
Kurz vor Hel verliere ich meinen geliebten GPS-Empfänger ‘Holux’, weil ich meine Lenkertasche öffne und vergesse, dass das Kartenfach offen ist.
30 min gesucht. Und was ein Glück, die Stelle, die ich scheinbar schon 3 Mal abgesucht hatte, da lag er firedlich und funktionstüchtig. Heute ist mein Glückstag.
Kein Campining in Hel, nehme ein Zimmer. Hinweis: Vor dem Waschen auch prüfen, ob die Heizung zum trocknen geht.
Mit der Fähre von Hel nach Gdansk scheine und hoffe ich Glück zu haben. Die fährt nur Sa und So. Morgen ist Sa.

Wetter: Erst bewöllkt und neblig vom Vortagsgewitter, dann sehr warm (35 Grad), dann Gewitter, ann ok:)
Wind: Nicht weiter schlimm, wenn auch Gegenwind. Am Ende Auf Hel von rechts, was nicht weiter störte.
Schmerzen: Weiß nicht mehr, wahrscheinlich: Handgelenke und linker Fuß.

Leipzig -nordkapp II: ustka 18…

Leipzig -nordkapp II: ustka 188 km feines gewitter.

http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=664633

100610, Donnerstag
Lukecin, was anders hiess – Ustka
188.46 km
09:27
19.92 Durchschnitt
39.85 max
68 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
100 UPM max
15.7 Grad min
27.5 Grad max
611 Höhenmeter
8% max. Steigung
Der erste Versuch, einem Radweg zu folgen, endete an einem militärischen Sperrgebiet. Nun weiss ich auch, wass die ge-x-ten Strassen bedeuten. Ich bin letztlich 10 km im Kreis gefahren.
Das zweite Mal war erfolgreicher, ca. 40 km dem R10 “Bike the Balic” gefolgt. Da scheinen Leute mit Erfahrung am Werk gewesen zu sein. Die Hinweisschilder bzw. aufgesprühten Zeichen waren immer ausreichend und an der richtigen Stelle. Am Ende blieb ich mir aber treu und fuhr richtige Strasse, weil der R10 manchmal auch schlechter Waldweg oder Lochbetonsteinstrasse ist.
10 km vor Ustka ging das Gewitter, was sich südllich bereits ankündigte los. Ich habe zwar gute Kleidung, aber die weicht auch durch, wenn man sie irgendwo ablegt.
Nebenbei: Es fallen die vielen vielen Rasentrimmeraktivitäten in Polen auf. Wirklich extrem. Überall sind kommunale oder private Leute mit so einem Gerät am Start.
Jugendliche scheinen auf Landstrassen immer Vollgas zu fahren. Dafür gibt es wenig Kreuze am Strasssenrad. Vielleicht fahren die besser.
Die Geschichte mit dem toten Hund.
Wetter: Eigentlich immer bewölkt, ab und zu Sonne, am Meer kalt
Wind: Anlandig. Häufig gefühlt Gegenwind.
Schmerzen: Handgelenke und linker Fuß.

leipzig – nordkapp II: lukecin…

leipzig – nordkapp II: lukecin, 161 km, über ueckermuende, ankam, usedom. 2 fahren.

http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=664621

100609, Mittwoch
Löckwitz(zwischen Szczecin und Pasewalk) – Lukecin (poln. Ostsee)
161.59 km
07:45
20.84 Durchschnitt
41.69 max
69 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
102 UPM max
17.9 Grad min
33.1 Grad max
391 Höhenmeter
6% max. Steigung
Im Prinzip könnte man es als Fehler betrachten, zurück nach De gefahren zu sein. Ich musste fast um das ganze Stettiner Haff westwärts fahren. Fähre in Ueckermünde scheint nur einmal am Tag zu fahren.
Daher weiter Richtung Anklamm, davor gibt es noch ein Fähre. Unterwegs ein niederländisches Pärchen getroffen. Die ware 3 Wochen Radfahren in Afrika (Malawi oder so) und wollen nur “auschillen”. Ein Stück den Weges gemeinsam. In Swinemünde (polnisch heisst das unaussprechlich) von einem Schweizer auf mein Schweizer Trikot angesprochen, meine Ausrede, dass die Schweizer beliebter seien und ich einen Gegenakzent der vielen deutschen Fahnen an den Autos setzen will, hat ihn und dann seine Frau scheinbar sehr erheitert.
Auf der Fähre über die Swine zwei jugendliche Trockenbauer aus Polen kennengelernt. Die wollten nur wissen, was ich von den polnischen “Pussies” halte und davor warnen, dass wenn ich mich umdrehe, das Rad sofort geklaut ist.

Wetter: Warm bis sehr warm
Wind: Unwichtig.
Schmerzen: Handgelenke und linker Fuß.

leipzig – nordkapp II: löckwi…

leipzig – nordkapp II: löckwitz bei pasewalk. 194 km. in sczcecin erst 160 km. ostsee zu weit… wollte aber noch ein wenig

100608, Dienstag
vor Frankfurt/oder – Löckwitz(zwischen Sczcecin und Pasewalk)
194.05 km
09:09
21.17 Durchschnitt
48,11 max
67 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
103 UPM max
17.7 Grad min
34,0 Grad max
815 Höhenmeter
5% max. Steigung

Nachem ich am Zeltplatz in Sczcecin erst 160 km runter hatte und es noch 70 bis zur Ostsee waren, bin ich einfach wieder zurück nach De. Zeltplatz in Löckwitz zwischen 17 km vor Pasewalk.
In Polen sieht man doch recht deutlich den Wohlstandsunterschied. Es fällt komischerweise besonders auf, dass noch viele Leute manuell auf dem Feld arbeiten.
Die Strecke selbst war recht hügelig heute, mehr als gestern.
Wieder einmal zeigte sich, dass der zweite Tag häugig beschwerlicher ist als der erste.
Wichtig war, dass ich das ebenso wie das GPS-USB-Kabel vergessene Rücklicht kaufen konnte.

Wetter: Warm bis sehr warm
Wind: unwichtig
Schmerzen: Handgelenke und linker Fuß.

leipzig – nordkapp II: frankfu…

leipzig – nordkapp II: frankfurt/oder. 210 km. trostloser zeltplatz.

100607, Montag
Leipzig – vor Frankfurt/oder
210,59 km
09:36
21.90 Durchschnitt
43,34 max
74 UPM (Trittfrequenz) Durchschnitt
105 UPM max
20.0 Grad min
35,7 Grad max
574 Höhenmeter
6% max. Steigung

Fast nur B87. Recht warm am Ende eher bewölkt. War ungewohnt nach dem vielen Rennradfahren wieder mit Gepäck zu fahren. Handgelenke schmerzen. Besonders das linke. Der Sturz von April macht sichb emerkbar. Der Zeltplatz ist trostlos. Rezeption schliesst um 15 Uhr. Daher keine Duschmarken, waschen am Becken. Besser als nichts. Eine Imbissbude hat noch auf, wenigstens Beck’s und Pommes. Wirklich trostlos. Schon die Orte an der Strecke wirkten so abseits: Luckau, Lübben, Beeskow.
Highlight war Eilenburg, wo ich in einem Vodafone-Shop ein USB-Kabel für mein GPS-Gerät
kaufen konnte. So einfach hätte ich mir das nicht vorgestellt.
Eine lustige Begebenheit noch auf dem Zeltplatz:
Der Araber/Türke vom Imbis fragte mich: “Wo ist Behnschie?”
Ich: “Bitte?”
Er: “Na wieso alleine, wo hast DU Behnschie gelassen?”
Ich: “Ich bin alleine unterwegs.”
(Ich dachte mittlerweile, diese(r) ‘Behnschie’ muss irgendeine Umschreibung für Kumpel, Freund oder Freundin sein)
Dann sagte er: “Achso, ich dachte Du wärst von den Rettungsschwimmern. Da heisst einer so. Und die haben auch so rote T-Shirts an.
(Ich trug natürlich das Zörgel und Ratten Shirt.

Wetter: Immer sonnig ung warm
Wind: Tendentiell eher Rückenwind.
Schmerzen: Handgelenke, insb. das linke. Der Sturz von April…. Komischerweise auch der linke Fuß. Ungewohnt vielleicht die Belastung. Begegne dem mit ‘ziehen’ statt treten.

itccc – kleine statistik

da bei mir irgendwann im laufe der woche die 3000 km marke fallen wird, hier mal eine kleine statistik:

132 h 25 min fahrzeit

23.01 km/h durchschnitt

52.48 v-max

10735 hoehenmeter

203 m maximale hoehe

302.54 km bergauf

2% durchschnittliche steigung

11% maximale steigung

70 umdrehungen pro min durchschnittliche trittfrequenz

127 umdrehungen pro min maximale trittfrequenz